Fast 3.000 Euro: Schmucker Fund begeistert „Bares für Rares“-Händler

Ein Schmuckset aus dem zaristischen Russland begeistert die Händler bei „Bares für Rares“.

Bei „Bares für Rares“ gibt es immer wieder echte Schätze zu entdecken. In der Ausgabe vom 2. Juni 2026 sorgte ein ganz besonderes Schmuckstück für Aufsehen. Vater Frank und Tochter Amélie aus Weinheim brachten ein außergewöhnliches Ensemble mit, das nicht nur durch seinen Wert, sondern auch durch seine Geschichte beeindruckte.

Das Schmuckset stammt aus dem Nachlass von Franks Vater und wurde innerhalb der Familie weitergegeben. Nun sollte das Erbstück einen neuen Besitzer finden.

Ein Schmuckstück aus dem zaristischen Russland

Das Ensemble besteht aus einem Armreif sowie einer Brosche, die gleichzeitig auch als Anhänger getragen werden kann. Entstanden ist das Schmuckset im zaristischen Russland und stammt aus den 1870er-Jahren.

Außergewöhnliches Schmuckset bei "Bares für Rares"
Das außergewöhnliche Schmuckset stammt aus dem zaristischen Russland Foto: ZDF

Gefertigt wurde es aus 583er-Gold, das etwa 14 Karat entspricht. Verziert ist das Schmuckstück mit feinen Saatperlen und einer Diamantrose. Besonders beeindruckt zeigte sich Expertin Wendela Horz vom außergewöhnlich guten Zustand des historischen Ensembles.

Die Symbole hinter dem Schmuckstück

Neben der handwerklichen Qualität steckt auch jede Menge Symbolik in dem Schmuckset. Die Apfelblüte in der Mitte steht für Neubeginn und Hoffnung. Die Perlen symbolisieren Reinheit und Weiblichkeit. Die Schwäne wiederum gelten als Zeichen für dauerhafte Bindung und adlige Herkunft.

Frank und Amélie hatten für das Erbstück einen Wunschpreis von 2.000 Euro im Kopf. Doch schnell wurde klar, dass der Wert deutlich höher liegt. Allein der Goldwert wurde auf rund 2.500 Euro geschätzt. Insgesamt bewertete Wendela Horz das Ensemble mit mindestens 3.000 Euro.

Im Händlerraum entwickelte sich anschließend ein lebhafter Wettstreit um das historische Schmuckstück. Die Gebote stiegen schnell über die Wunschvorstellung von Frank und Amélie hinaus. Am Ende setzte sich Susanne Steiniger durch und erhielt den Zuschlag für 2.800 Euro.

„Bares für Rares“: Silberkanne mit kaiserlicher Geschichte

Aus einem anderen Familienbesitz stammte zuletzt auch eine silberne Kanne bei „Bares für Rares“.

Die Familienlegende der Berliner Familie besagt, dass die Kanne einst einer Vorfahrin gehörte, die als Zofe bei der Frau von Kaiser Wilhelm II. arbeitete. Die Expertise erzählte eine etwas andere, aber mindestens genauso spannende Geschichte: Das Stück stammt aus der Zeit um 1800 bis 1815 – stilistisch in der Übergangsphase vom Spätklassizismus zum frühen Biedermeier. Erhofft haben sich die beiden 400 bis 500 Euro – die Gebote kletterten jedoch schnell nach oben. Am Ende wurden satte 900 Euro geboten, fast doppelt so viel wie erhofft.

 

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