Bianca bringt bei „Bares für Rares“ einen Smaragdring aus den 1930ern. Die Expertin ist begeistert – und der Händlerraum ebenfalls.
Im Krankenhaus nicht erlaubt, im Pferdestall zu schade – und in der Schublade eine Verschwendung. Bianca Wagner aus Medard in Rheinland-Pfalz hat einen Smaragdring, der einfach keinen Platz in ihrem Alltag findet. Bei „Bares für Rares“ bekommt er dann doch einen.
Smaragdring aus den 1930ern begeistert Expertin bei „Bares für Rares“
Den Ring kaufte Bianca einst in einem Antiquitätengeschäft. „Ich fand den Smaragd wunderschön“, sagt sie. Expertin Dr. Heide Rezepa-Zabel war sofort begeistert: „Der ist richtig lebendig – der vibriert.“ Der kolumbianische Smaragd mit 0,4 Karat sitzt in der Mitte, umgeben von Diamanten im Altschliff mit über einem Karat – alles in 585er-Gold, datiert auf Anfang der 1930er-Jahre. Keine Punzierung, aber der Goldtest bestätigte die Echtheit. Horst Lichter kommentierte trocken: „Gut, dass du den nicht im Stall getragen hast.“

Die Expertise lag bei 1.600 bis 1.800 Euro – exakt Biancas Wunschpreis. Ein gutes Zeichen für den Händlerraum.
„Bares für Rares“-Händler: „Den brauch ich in meiner Sammlung“
Dort war das Interesse sofort groß. Wolfgang Pauritsch und Sarah Schreiber nahmen das Stück besonders genau unter die Lupe. David Suppes machte seine Absicht klar: „Den brauch ich in meiner Sammlung.“ Pauritsch legte nach: „Den brauchen wir alle!“ Das erste Gebot von Suppes lag bei 1.000 Euro – dann entwickelte sich ein Bietergefecht, an dem fast alle Händler beteiligt waren.

Am Ende sicherte sich David Suppes den Ring für 2.150 Euro – deutlich über der Schätzung. Bianca zeigte sich entsprechend zufrieden: „Ist super gelaufen – ich freu mich.“
Zuletzt hatte ein vermeintlich königlicher Prunkschild bei „Bares für Rares“ ebenfalls für Aufsehen gesorgt – doch der „Familienschatz“ war ein Replikat und brachte am Ende nur 80 Euro.
Schmuck kommt an bei „Bares für Rares“
Dass hinter altem Schmuck manchmal eine ganz große Geschichte steckt, zeigte auch Pierre aus Fürth. Er brachte ein Goldarmband mit, das er 2020 bei einer Auktion ersteigert hatte – ohne zu ahnen, was er da wirklich in Händen hielt. Das elastische Armband aus 583er-Gold wurde 1855 als Trauerschmuck für das adelige Umfeld von Zar Nikolaus I. gefertigt. Expertin Dr. Heide Rezepa-Zabel schätzte den Wert auf 3.000 bis 4.000 Euro.
Im Händlerraum entwickelte sich ein lebhaftes Bietergefecht – am Ende zahlte Benjamin Leo 4.800 Euro, deutlich über der Schätzung und weit über Pierres Wunschpreis. „Mit so viel Geld hätte ich nicht gerechnet. Ich bin richtig glücklich“, sagte er. Ob Smaragdring oder Zarenschmuck – bei „Bares für Rares“ weiß man nie, was in einer alten Schachtel steckt.