Ein Geschenk der Großmutter, jahrzehntelang weggeschlossen. Bei „Bares für Rares“ kommt das Armband endlich ans Licht.
Drei Jahrzehnte lag es unberührt im Safe: Ute und Melanie aus Halstenbek bringen ein Diamant-Armband aus Familienbesitz zu „Bares für Rares“. Das Schmuckstück gehörte einst Utes Großmutter, ein Geschenk ihres Mannes. Dann ging es später an Utes Mutter über – getragen hat es dort niemand mehr.
Das Armband stammt aus den späten 1960er-Jahren
Gefertigt ist das Tennisarmband aus 750er-Weißgold und mit 75 Brillanten besetzt, zusammen rund 2,2 Karat. Dreiergruppen von Brillanten wechseln sich mit satinierten, quaderförmigen Weißgoldelementen ab. Die Expertise ordnet das Design den späten 1960er-Jahren zu.

Auf dem Kastenschloss sitzt eine 750er-Punze. Die Initialen „BG“ im Etui deuten wahrscheinlich auf das Hamburger Juwelierhaus Brahmfeld & Gutruf hin. Das Armband wiegt 37,2 Gramm und ist nahezu ungetragen – lediglich ein Griff an einer Fassung ist leicht abgenutzt.
Bei „Bares für Rares“ steigen die Gebote
Ute wünscht sich mindestens 2.500 Euro. Allein der Goldankaufswert liegt jedoch schon bei rund 3.320 Euro, die Expertenschätzung bei 4.200 bis 4.300 Euro.
Im Händlerraum beginnt das Bieten bei 3.000 Euro. Über zahlreiche Zwischenschritte klettert der Preis auf 4.250 Euro, ehe eine Händlerin für 4.300 Euro den Zuschlag erhält. 2.000 Euro werden bar überreicht, der Rest soll überwiesen werden.
Fünf Franken für einen Glücksgriff
Nicht jedes Schmuckstück in der Sendung kommt aus dem Familienbesitz. Ronny aus dem brandenburgischen Sonnenberg entdeckte seine Brosche im Urlaub in einem Schweizer Second-Hand-Laden und zahlte dafür fünf Franken. Das Motiv: eine weiße Taube, gearbeitet als Florentiner Mosaik.
Expertin Heide Rezepa-Zabel fand auf der Rückseite die Signatur „G. Torrini“, die auf eine Florentiner Juweliersfamilie verweist. Entstanden ist die Brosche zwischen 1847 und 1854, gefertigt aus 750er-Gold. Ihre Schätzung lag bei 1.400 bis 1.600 Euro. Im Händlerraum startete das Bieten bei 500 Euro – am Ende wechselte das Stück für 1.500 Euro den Besitzer.