„Nicht mal mehr beim Namen genannt“: „Bauer sucht Frau“-Laura spricht offen über Mobbing

Laura Wagner spricht offen über ihre schwere Schulzeit. Die „Bauer sucht Frau“-Kandidatin wurde gemobbt – und zieht daraus heute wichtige Lehren.

Soest – Seit ihrer Teilnahme bei „Bauer sucht Frau“ kennt das TV-Publikum Laura Wagner (26) vor allem als fröhliche und bodenständige Partnerin von Spargelbauer Friedrich Dieckmann (30). Auf Instagram zeigt die Lehrerin regelmäßig Einblicke in ihren Alltag und ihre Beziehung. Nun schlägt die 26-Jährige jedoch deutlich ernstere Töne an und berichtet erstmals ausführlich von schmerzhaften Erfahrungen aus ihrer Schulzeit.

In einem emotionalen Beitrag offenbart Laura, dass sie als Kind und Jugendliche über längere Zeit gemobbt wurde. Auslöser seien ihre große Leidenschaft für das Reiten und ihre enge Verbindung zum Landleben gewesen. Die Anfeindungen gingen so weit, dass sie ihren eigenen Namen kaum noch hörte. „Irgendwann wurde ich nicht mal mehr bei meinem Namen genannt, sondern nur noch ‚Bauernhof‘. Das hat tiefe Spuren hinterlassen“, schreibt die ehemalige RTL-Kandidatin auf Instagram.

Aus den Verletzungen wurde eine Stärke

Die Erlebnisse hätten sie nachhaltig geprägt, erklärt Laura. Heute arbeitet sie selbst als Lehrerin und sieht das auch als Folge ihrer eigenen Erfahrungen. Sie wisse, wie wichtig es sei, aufmerksam hinzusehen und Kinder ernst zu nehmen, die still leiden. Gerade deshalb habe sie einen besonderen Blick für Schülerinnen und Schüler, die ausgegrenzt werden oder sich zurückziehen.

Rückblickend habe sie sich bewusst entschieden, sich von den Erfahrungen nicht dauerhaft bestimmen zu lassen. Statt daran zu zerbrechen, habe sie Kraft daraus geschöpft und ihre Vergangenheit als Teil ihrer persönlichen Entwicklung angenommen. Die schmerzhaften Erinnerungen hätten sie letztlich zu der Frau gemacht, die sie heute sei und auf die sie stolz blicke.

Nach dem Ende der TV-Ausstrahlung ist bei Laura und Friedrich längst der Alltag eingekehrt. Wegen Lauras Referendariat führen die beiden derzeit noch eine Fernbeziehung und sehen sich überwiegend an den Wochenenden. Die angehende Lehrerin verbringt jedoch so viel Zeit wie möglich auf dem Spargelhof und unterstützt ihren Partner auch während der arbeitsreichen Saison. Eine Rückkehr vor die TV-Kameras schließen beide weitgehend aus, stattdessen wollen sie ihren Fokus laut Soester Anzeiger auf ihr gemeinsames Leben legen. Auch über die Zukunft wird bereits gesprochen: Laura kann sich grundsätzlich vorstellen, später auf den Hof nach Lippetal zu ziehen, betont aber, dass diese Entscheidung wegen ihrer möglichen Verbeamtung gut überlegt sein müsse.

Verwendete Quellen: Instagram, Soester Anzeiger

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