Alter Schatz: Papst-Dokument entzückt bei „Bares für Rares“

Historisches Pergament von Papst Eugenius IV. erstaunt die „Bares für Rares“-Experten. Doch der Erlös erreicht nicht die geschätzte Summe.

Beim Trödelformat „Bares für Rares“ im ZDF sorgte am Mittwoch ein ganz besonderes Exponat für leuchtende Augen: Leah und Burkhard aus Münster brachten zu Moderator Horst Lichter (64) eine originale Urkunde von Papst Eugenius dem Vierten, datiert auf den 31. Mai 1439.

Bares für Rares - Horst Lichter erfuhr bei "Bares für Rares" vom letzten Willen des Kandidaten-Vaters: "Das ist aber toll! Dann sieht er uns ja jetzt zu."
Bei diesem seltenen Stück staunt sogar Horst Lichter nicht schlecht. © ZDF

Das auf Pergament verfasste Schriftstück ist durch ein originales Bleisiegel gesichert und in einem bemerkenswert guten Zustand. So gut, dass man es kaum von einer Kopie unterscheiden kann. Das Dokument stammt aus dem Besitz von Leahs Vater, der es einst erworben hatte und seither sorgfältig hütete.

Expertin schätzt Dokument auf 2.500 bis 2.800 Euro – Gebote starten bei gerade mal 300 Euro

Expertin Dr. Bianca Berding zeigte sich beeindruckt von dem mittelalterlichen Fundstück. Die Urkunde stammt aus dem päpstlichen Sekretariat und befasst sich mit einer wirtschaftlichen Untersuchung eines Klosters in Bologna. Bianca schätzte den Wert des Dokuments auf 2.500 bis 2.800 Euro.

Im Händlerraum verlief die Versteigerung dann jedoch schleppend: Die ersten Gebote starteten bei gerade einmal 300 Euro. Nach mehreren Bietrunden einigte man sich schließlich auf einen Preis von 1.500 Euro – weit unter der Expertenschätzung, für Leah und Burkhard aber dennoch ein annehmbarer Abschluss. Den Erlös wollen die beiden nach eigenen Angaben mit ihrer Familie teilen und sich damit gemeinsame Wünsche erfüllen.

Papst Eugenius der Vierte regierte die katholische Kirche von 1431 bis 1447. Seine Amtszeit fiel in eine bewegte Epoche des Spätmittelalters, die wenige Jahre später durch Johannes Gutenbergs Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern eine Revolution der Schriftkultur erleben sollte. Dass solche Dokumente aus dem päpstlichen Sekretariat bis heute erhalten geblieben sind, gilt als historisch wertvoll – umso mehr, wenn sie, wie im Fall von Leah und Burkhard, noch mit dem original angebrachten Bleisiegel versehen sind. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit promiflash.de)

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