Seine Frau hatte sich etwas fest vorgenommen. Bei „Bares für Rares“ bringt Siegfried diesen Plan zu Ende.
Es ist ein Auftritt, der einem Versprechen folgt: Siegfried präsentiert bei „Bares für Rares“ eine silberne Prunkschale, die seine inzwischen verstorbene Frau bei einer Auktion ersteigert hatte. Sie hatte sich damit einen Punkt auf ihrer persönlichen To-do-Liste erfüllt – einmal „unter den Schönen und Reichen“ mitbieten und mit dem Objekt anschließend in die ZDF-Sendung kommen. Den zweiten Teil übernimmt nun ihr Mann.
Die Prunkschale stammt aus der Zeit um 1900
Die Prunkschale besteht aus 800er-Silber und ist innen vergoldet. Verkauft wurde sie einst bei den Gebrüdern Friedländer in Berlin, stilistisch stammt sie aus der Zeit um 1900. Die Expertin ordnet das Stück dem sogenannten dritten Rokoko zu.

Auffällig sind die asymmetrischen Formen und die zahlreichen Rocaillen, dazu die aufwendig gestalteten Füße und Henkel. Auf der Waage bringt die Schale 860 Gramm. Ob sie tatsächlich bei den Gebrüdern Friedländer gefertigt wurde, bleibt allerdings offen. Der Dekor erinnert laut Expertin auch an Arbeiten von Körner & Proll aus Berlin.
Bei „Bares für Rares“ steigen die Gebote schnell
Im Händlerraum von „Bares für Rares“ geht es zügig nach oben. Die Gebote klettern von 1.200 Euro auf 1.500 Euro. Siegfried nimmt das Angebot an.
Damit geht er nicht nur mit einem guten Preis nach Hause. Er hat auch den Wunsch seiner verstorbenen Frau zu Ende gebracht, die den Weg in die Sendung selbst nicht mehr antreten konnte.
Auch bei einem Paar aus Bad Griesbach lief es zuletzt richtig gut. Ihr prunkvolles Erbstück-Collier mit 131-Karat-Citrin wechselte bei „Bares für Rares“ für satte 8.000 Euro den Besitzer.
Auch dieses Erbstück trägt eine Geschichte
Nicht nur bei Siegfried steckt hinter dem Objekt eine Familiengeschichte. Zuletzt brachte ein Geschwisterpaar ein Collier aus Niederschlesien ins Studio, das im März 1945 ein Familienmitglied auf der Flucht mitgenommen hatte. Über Generationen bewahrte die Familie aus Reichenbach im Eulengebirge den Brautschmuck auf.
Auch finanziell ging die Sache auf. Der Wunschpreis lag bei 1.950 Euro, allein der Gold-Ankaufswert bei rund 2.000 Euro. Im Händlerraum kletterten die Gebote von 2.500 Euro über mehrere Runden auf 4.000 Euro – die Geschwister schlugen ein.
